Social Media in der Spielwarenindustrie

Der Einsatz von Social Media in der Spielwarenbranche

Die Nutzung von Social Media variiert in den verschiedenen Branchen stark – in Abhängigkeit davon, welche Zielgruppen angesprochen werden und auf welchen Plattformen diese aktiv sind, aber auch in Hinblick darauf, welcher Stellenwert Social Media im Unternehmen zugeschrieben wird und wie viele Ressourcen infolgedessen verfügbar sind. Dieses Gefälle macht sich auch in der Spielwarenindustrie bemerkbar.

Zielgruppendefinition

Die Spielwarenbranche steht darüber hinaus vor einer besonderen Herausforderung: Spricht man den Endverbraucher an, also die Kinder, oder die Kaufverantwortlichen, sprich die Eltern? Der klassische Werbespot im Fernsehen, der nach der jüngsten JOM-Studie „Digital Advertising in der Spielwarenbranche“ noch immer 92 Prozent aller Werbeaktivitäten ausmacht (Online-Werbung: 2 Prozent), wird im Kinderprogramm ausgestrahlt und adressiert somit in erster Linie die kleinen Endverbraucher. Die sozialen Medien werden von Kindern hingegen nur eingeschränkt genutzt; laut JOM werden sie erst ab einem Alter von 12 Jahren ins Repertoire der regelmäßigen Mediennutzung aufgenommen. Hier sind also die Eltern, Großeltern und andere Schenkende die primären Adressaten, das gilt vor allem für Baby- und Kleinkinder-Produkte. Diese bilden denn auch zumeist die Zielgruppe der Social Media-Maßnahmen innerhalb der Branche, wenngleich einige Unternehmen bereits jüngere Zielgruppen und Influencer sowie Blogger ins Visier nehmen, wie die Aktivitäten auf YouTube und die Pflege von Blogger Relations zeigen.

 

Nutzung von Social Media-Plattformen bei Unternehmen der deutschen Spielwarenindustrie

Nutzung von Social Media-Plattformen bei Unternehmen der deutschen Spielwarenindustrie

Bestandsaufnahme & Potentialanalyse

Wir haben uns die Aktivitäten von Unternehmen der Spielzeugindustrie auf den verschiedenen sozialen Plattformen einmal angeschaut, um herauszufinden, welche Netzwerke für die Spielwarenbranche relevant sind, wie diese eingesetzt werden und wo ungenutzte Potentiale liegen. Untersucht wurden im Zeitraum November 2015 die Social Media-Auftritte von 105 national und international agierenden Unternehmen der deutschen Spielwarenindustrie, gefolgt von einer qualitativen Interviewreihe bis März 2016.

Social Media in der Spielwarenbranche: Facebook ist der Platzhirsch 

Facebook und YouTube sind die dominierenden Plattformen im Social Media-Einsatz der Spielwarenindustrie. 83 Prozent der Unternehmen pflegen einen Facebook-Auftritt, während 65 Prozent über einen YouTube-Kanal Kontakt zu den Zielgruppen halten. Twitter, Google+, Instagram und Pinterest liegen dagegen weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen.

Facebook erweist sich auch auf Rezipientenebene als deutlicher Platzhirsch unter den Social Media-Plattformen. 91 Prozent der Social Media-Follower der Branche entfallen allein auf das größte private Netzwerk. 81 Prozent der auf Facebook aktiven Unternehmen erreichen derzeit überschaubare Fan-Zahlen im vierstelligen Bereich. Stichproben im Studienverlauf zeigen jedoch hohe Wachstumszahlen, eine Sättigung ist hier also noch keinesfalls erreicht.

Unter den neueren Plattformen erweist sich insbesondere Instagram als potentialreich. Bislang wird die Plattform zwar nur von 6 Prozent der Unternehmen der Spielwarenbranche eingesetzt, die Wachstumszahlen sind jedoch rasant. Instagram eignet sich besonders gut, um die für die Branche relevante Zielgruppe der Mama Blogger zu erreichen, die zugleich als Multiplikatoren agieren und aussichtsreiche Kandidaten für Blogger Relations darstellen – ein Thema, das bei den Unternehmen der Branche immer stärker nachgefragt wird.

[bctt tweet=“Social Media in der Spielwarenbranche: #Facebook ist der Platzhirsch via @mellepelle #socialmedia“ via=“no“]

Strategien & Chancen

Im Rahmen der Studie wurde erfasst, welchen Stellenwert Social Media in den Unternehmen der Branche einnimmt, welche Strategien verfolgt und welche Zielgruppen angesprochen werden und wie der Herausforderung Internationalität begegnet wird, denn viele Unternehmen sind global oder zumindest transnational aufgestellt, was bei der strategischen Ausrichtung der einzelnen Kanäle die Frage aufwirft, welche Märkte man in welcher Form bedient. Darüber hinaus gehen wir der Frage nach, welche Rolle Blogger Relations und Influencer Marketing bereits spielen, die sich im Social Media Marketing aktuell als feste Größe etablieren und einen beachtlichen Multiplikatoren-Effekt auslösen können. Evaluiert wurde zudem das Potential von Instagram und Pinterest, die visuell besonders stark sind und der Spielwarenbranche kreative Möglichkeiten zum Aufbau und zur Festigung des Markenimages sowie zur Kundenpflege bieten.

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Die vollständige Studie können Sie für 39 € in unserem Shop erwerben.

 

Inhalt der Studie

I Einleitung
II Studiendesign & erste Ergebnisse
#Herausforderung Internationalität
III Social Media-Plattformen der Spielwarenindustrie
IV Die Plattformen im Überblick
#Facebook
#YouTube
#Twitter
#Instagram
#Pinterest
#Google+
V Fazit
VI Anhang
#Analysierte Unternehmen, alphabetisch
#Facebook-Seiten der deutschen Spielwarenindustrie, nach Followerzahlen
#YouTube-Kanäle der deutschen Spielwarenindustrie, nach Abonnenten
#YouTube-Kanäle der deutschen Spielwarenindustrie, nach Aufrufen

Dr. Melanie Grundmann

Dr. Melanie Grundmann

Inhaberin, Social Media Consultant bei Marpha Consulting
Melanie Grundmann ist Inhaberin von Marpha Consulting und Autorin des Buches Erfolgreich auf Pinterest.
Dr. Melanie Grundmann

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