Case Study Facebook Ads

flink – das Rutschauto

Der flink ist ein formschön designtes Holz-Rutschauto für unternehmungslustige Kinder zwischen ein und drei Jahren. Der flink unterstützt den Gleichgewichtssinn und die Koordination von Kindern und fördert die Freude an der Bewegung. Als Bausatz geliefert, sind die Oberflächen des flink naturbelassen und können nach persönlichen Ideen gestaltet werden. Die Gummireifen des flink sind strapazierfähig, geländetauglich und leise, was bei der Fahrt im Haus Böden und Nerven der Bewohner und Nachbarn schont. Der flink ist umweltschonend: Er wird komplett regional gefertigt, aus unbehandeltem Birkensperrholz und mit möglichst geringem Kunststoffanteil.

1. Ziel der Werbekampagne

Der flink war bei Kampagnenstart erst vor Kurzem in den Rutschauto-Markt eingefahren. Primäres Ziel war es daher, die Bekanntheit der Marke zu steigern, den Traffic auf die Website zu erhöhen und eine Verkaufssteigerung zu bewirken. Da der flink bereits eine Facebook-Präsenz hat und die Plattform sehr gute Targeting-Möglichkeiten bietet, haben wir uns für eine Werbekampagne auf Facebook entschieden.

2. Methode

Wir wählten eine einwöchige Facebook-Werbekampagne kurz vor Ostern, da der beginnende Frühling und die bevorstehenden Feiertage einen guten Anlass boten, das Rutschauto flink einem großen Publikum zu präsentieren. Der flink ist ein großartiges Geschenk für die Kleinen, um die erwachende Außenwelt zu erkunden.

Als Kampagnen-Tool nutzen wir den Facebook Power Editor, der professionellen Marketern gegenüber dem Werbeanzeigenmanager von Facebook diverse Vorteile bietet, darunter sehr viel genauere Targeting-Möglichkeiten. Die Erstellung einer Werbe-Anzeige auf Facebook erfolgt nach folgendem Muster:

  1. Erstellen einer Kampagne
  2. Erstellen einer Werbeanzeigengruppe
  3. Erstellen einer Werbeanzeige

Das primäre Ziel der Kampagne war die Steigerung der Markenbekanntheit, mit dem weiteren Ziel der Verkaufssteigerung. Folglich wählten wir bei der Kampagnen-Auswahl das Ziel „Klicks auf die Webseite“, d.h. die Anzeigen werden von Facebook so optimiert, dass möglichst viele Klicks auf die Produktwebseite erfolgen. Andere Ziel-Optionen, die Facebook hier bietet sind beispielsweise „Interaktion mit Seitenbeiträgen“, „’Gefällt mir‘-Angaben für eine Seite“, „Videoaufrufe“ oder etwa „Mobile App-Installationen“. Sie sehen also, dass Facebook viele Möglichkeiten bietet, Produkte zu bewerben und Markenimages zu stärken.

Im zweiten Schritt legten wir das Budget, den Zeitplan und die Zielgruppe fest. Zur Zielgruppenbildung identifizierten wir gemeinsam mit dem Kunden die zentralen Buyer Personas des Holz-Rutschautos flink. Darauf aufbauend erstellten wir zwei verschiedene Zielgruppen mit sehr genauem Targeting, darunter Eltern mit Kindern zwischen 0 und 3 Jahren, da dies genau das Alter der Kinder abdeckt, für die der flink konzipiert wurde. Da der flink umweltschonend produziert wird, schränkten wir diese Zielgruppe noch weiter ein: auf Eltern mit Kindern zwischen 0 und 3 Jahren, die sich für das Thema Nachhaltigkeit interessieren. So konnten wir sichergehen, eine sehr eng umrissene und relevante Käuferschicht zu erreichen und allzu große Streuverluste zu vermeiden.

Als zweite Zielgruppe haben wir angesichts des einzigartigen und anspruchsvollen Designs des flink, das sich deutlich von anderen Rutschautos abhebt, auf Design-Liebhaber getargeted.

TIPP: Erstellen Sie in Absprache mit Ihrem Kunden ein genaues und möglichst enges Profil der Zielgruppe, um Streuverluste zu vermeiden. Variieren Sie einzelne Parameter in nachgelagerten Werbe-Anzeigen, um die Auswirkungen dieser Veränderungen messen und vergleichen zu können.

Im dritten und letzten Schritt erfolgte die Gestaltung der beiden Anzeigen. Wir wählten je nach Zielgruppe ein passendes Produktbild, eine individuelle Ansprache im Anzeigentext, in beiden Fällen den deutlichen Call-to-Action „Jetzt einkaufen“ und optimierten zuletzt noch den Link zur Webseite mit einem UTM-Code, um die Webseitenklicks bei der Auswertung in Google Analytics den jeweiligen Anzeigen zuordnen zu können. Um überdies die über die Anzeige generierten Verkäufe ausweisen zu können, erstellten wir in Google Analytics ein Zielvorhaben, das einen erfolgreichen Verkaufsabschluss dokumentiert.

Case Study flink Zielgruppe Eltern
Case Study flink Zielgruppe Design

 

3. Ergebnis

Als zentrale KPIs zur Erfolgsmessung der definierten Ziele der Kampagne hatten wir folgende Kennzahlen definiert:

Ziel 1: Steigerung der Markenbekanntheit

  • Anstieg der Reichweite
  • Anstieg Website-Traffic
  • Anstieg der Gefällt mir-Angaben auf der Facebook-Seite
  • Anstieg der Engagement Rate mit der Facebook-Seite

Ziel 2: Steigerung der Verkäufe

  • Anstieg der Verkaufszahlen

Die Ergebnisse im Überblick

  • Die Kampagne erreichte im Verlauf einer Woche über 12.000 Menschen.
  • Jede der beiden Anzeigen erzeugte im Durchschnitt 157 Klicks auf die Unternehmensseite.
  • Die Kampagne führte zu einem deutlichen Anstieg der Verkäufe, die direkt auf die Werbemaßnahmen zurückzuführen sind.
  • Die Anzahl der Besucher auf der Unternehmensseite erhöhte sich im Kampagnenzeitraum um über 250%.
  • Das Nutzer-Engagement auf der Unternehmensseite stieg um über 130%.
  • Die „Gefällt mir“-Angaben für die Produktseite auf Facebook stiegen um das Fünffache. Die Facebook-Seite verzeichnete darüber hinaus eine deutliche Erhöhung der Anzahl der  Seitenaufrufe, der eingebundenen Nutzer, des Engagements mit den Seiteninhalten und infolgedessen der organischen Reichweite.

Case Study Facebook Ad flink Marpha Consulting

Anmerkungen und Blick in die Zukunft 

Werbeanzeigen auf Facebook können aufgrund der sehr genauen Targeting-Optionen sehr erfolgreich sein. Der Erfolg einer Kampagne ist immer auch abhängig vom finanziellen Investment sowie der Laufzeitdauer: Je nach definierter Zielgruppe erreichen Sie mit mehr Budget und längerer Laufzeit mehr Menschen, also eine größere Reichweite.

Konkretes Beispiel: Sie schalten eine Kampagne mit einer definierten Zielgruppe und potentieller Reichweite von 3 Millionen Nutzern. Je geringer Ihr tägliches Budget ist, umso kleiner die tägliche wie auch die Gesamt-Reichweite. Unter Umständen erreichen Sie so bei einer einwöchigen Laufzeit der Kampagne nur 25.000 Nutzer. Mit leicht erhöhtem Budget hätten Sie 50.000 Nutzer erreicht und so weiter. Dokumentieren Sie Ihre Kampagnen-Parameter und -Ergebnisse gut, um diese in Folgekampagnen variieren zu können. So werden Sie schnell herausfinden, welche Maßnahmen unter welchen Bedingungen effektiver sind als andere.

Die Wachstumsraten in der hier vorgestellten Case Study sind vergleichsweise hoch, weil es sich um ein neu im Markt eingeführtes Produkt handelt, bei dem noch kräftige Wachstumsraten zu erwarten sind. Produkte, die in einem relativ gesättigten Umfeld positioniert sind, werden naturgemäß geringere Anstiege der KPIs verzeichnen.

Um herauszufinden, ob die initiale Werbekampagne einen nachhaltigen Erfolg der Marke erzielt, haben wir ein regelmäßiges Monitoring eingeführt. Darauf basierend werden wir in einigen Monaten eine weitere Evaluation durchführen. Darüber hinaus sind Folgekampagnen mit veränderten Parametern geplant, um weitere Zielgruppen anzusprechen und den Bekanntheitsgrad der Marke flink zu steigern.

Benutzte Tools: 

  • Facebook Power Editor: Werbekampagne erstellen, durchführen und auswerten
  • Google Analytics: Kampagnenerfolg messen